Opinione dettagliata di templeroliver
templeroliver(40)
Wolfurt, Austria98%
Wir waren am 9. August 2005 in Nagasaki - an diesem Tag fand die Gedenkveranstaltung zum Atombomenabwurf statt.
60 Jahre nach dem Atombombenabwurf kamen hunderte Überlebende und ca. 6000 Besucher des Atombomenabwurfes zu gedenken.
Eine Sirene und ein Glockenschlag markierten den Augenblick, in dem am 9. August 1945 die Atombombe über der Stadt explodierte.
Diese Gedenkveranstaltung war sehr bewegend. Definitiv auch aufgrund der Reden. Während der damalige japanische Ministerpräsident Koizumi eine gute aber dezente Rede hielt (der Jahrestag ist eine Gelegenheit, um für weltweiten Frieden zu beten)war die Rede des Bürgermeisters von Nagasaki, Itoh, ein Plädoyer gegen jede Art von Krieg sowie gegen die Verwendung von Atomwaffen, vor allem gegen die Entwicklung neuer Mini-Atombomben in den USA. Er attackierte auch jegliche andere Art von Gewalt (Terrorismus) und stellte klar das er und die Bürger Nagasakis immer alles gegen jeden Krieg, gegen jede Verwendung der Atomenergie unternehmen werden.
Dies war eine der besten Reden die ich je hörte und auch sehr mutig da er damit indirekt auch seinen Chef Koizumi kritisierte. Sie wurde nur übertroffen von einer Rede einer der wenigen Überlebenden die ihre Erlebnisse schilderte und ebenfalls die Atomwaffen verurteilte.
Es gab zudem singende SchülerInnen und ein sehr bewegendes Ritual des Friedens von Priestern, Geistlichen, Mönchen aller Religionen Nagasakis.
7 weitere Nationen und die EU schickten Vertreter.
Zur Schande der USA gab es keinen Vertreter dieser großen Nation bei der Gedenkveranstaltung.
Dies war aber klar erwähnte doch noch der Vater von US-Präsident Bush Ex-US-Präsident George Bush senior 1991, dass "die Abwürfe Millionen von Leben gerettet haben".
Aber auch die Rede des EU Diplomaten waren von bescheidenem Niveau. Später im Atombomenmuseum begegnete ich dann noch deutschen Diplomaten (eventuell waren auch Lokalpolitiker auf Auslandstour dabei) die sich die schrecklichen Bilder ansahen, unsäglich dumme Kommentare abgaben und durch ihre gelangweilte Art einen schmerzhaften Kontrast zu den ansonsten tief betroffenen Besuchern zeigten. Diplomaten halt.... Ich zog es vor mich nicht als der deutschen Sprache kundigen Menschen zu offenbaren.
Nun zum Thema Diplomaten hat Nigel Barley in Traumatische Tropen schon alles gesagt. Für mich ist im Rahmen einer solchen Gedenkfeier bzw. in einem Museum mit diesem Zusammenhang ein anderes Verhalten angebracht.
Mich hat die Gedenkfeier tief bewegt. Auch da wir neben sehr alten Japanern saßen, sehr freundlichen Menschen die nach den Reden ihre Emotionen/Tränen nicht zurückhalten konnten (etwas sehr seltenes bei Japanern).
Auch wenn es natürlich ein betrüblicher, trauriger Anlass ist empfehle ich allen die am 9.8. in Japan sind die Gedenkfeier zu besuchen.
Der Peace Park bietet ansonsten eine 1980 aufgestellte, beeindruckende Friedensstatue (siehe Bild), einige stehengelassene Trümmer und ein schwarzer Pfeiler der das Epizentrum der Explosion anzeigt sowie die Namen der Opfer beinhaltet. Im Park ist auch das Atombomenmuseum.
Das Motto des Museums wurde von Paul Takashi Nagai vorweggenommen:
"Men and woman of the world, never again plan war! With this atomic bomb, war can only mean suicide for the human race. From this atomic waste the people of Nagasaki confront the world and cry out: No more war! Let us follow the commandment of love and work together. The people of Nagasaki prostrate themselves before God and pray: Grant that Nagasaki may be the last atomic wilderness in the history of the world." (Paul Takashi Nagai: Die Glocken von Nagasaki. Geschichte d. Atombombe. Rex-Verlag, München 1955, Bericht eines überlebenden Arztes)
Möge Nagasaki der letzte Ort eines Atombomenabwurfs gewesen sein.
Nagasaki Peace Park9
Valutazioni
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Accessibilità
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Da vedere/da fare
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Rapporto qualità/prezzo
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Das Museum beeindruckte mich durch seinen Detailreichtum (etwa die sehr detailierte Beschreibung der Atombombe), schockierte mich mit drastischen Bildern (von Atombombemüberlebenden, von toten Kindern, Männern, Frauen ua. auch einem Foto welches eine gebleichte Wand zeigt auf denen noch Schattierungen von Kindern und Erwachsenen übrig sind) und überzeugte mich mit seiner Ehrlichkeit. Überzeugend insofern dass auch die Kriegsverbrechen der Japaner angesprochen werden - wenn erwähnt wird das von den Japanern als Zwangsarbeiter eingesetzte Koreaner ebenfalls Opfer der Atombombe wurden aber kaum Hilfe bekamen.
Das Museum ist zugleich auch ein eindrückliches "Argument" gegen Atomwaffen.
Die Homepage des Atombomben-Museums ist
http://www1.city.nagasaki.nagasaki.jp/na-bomb/muse um/museume01.html
De r Park ist eintrittsfrei, der Eintritt ins Museum macht 200 Yen (1,20 Euro). Das Museum ist täglich von 8:30 bis 18:30 geöffnet. (im September bis April nur bis 17:30, vom 7-9 August bist 20:00)
Vom 29 bis 31.12. ist es geschlossen.
Der Park ist im Norden der Stadt und kann mit den Straßenbahnlinien 1 oder 3 vom Bahnhof erreicht werden.
Fazit: absolut empfehlenswert, sehr lehrreich und beeindruckend