Opinione dettagliata di Kayah
Kayah
Erkrath, Germania98%
Die Marksburg in Braubach liegt direkt am Rhein. Da wir per Schiff angereist sind, konnten wir von weitem die mittelalterliche Höhenburg erkennen. Sie thront ca. 160 m hoch, oberhalb von der Stadt Braubach und man hat vom Rhein einen schönen Blick auf die Burg.
Die Marksburg (im 13. Jahrhundert erbaut) ist in einem sehr guten Zustand, denn sie wurde nie zerstört. Sie ist sogar die einzige Höhenburg in Deutschland, die nie zerstört wurde. Vom Rhein aus fuhren wir mit einer "Bimmelbahn" etwas näher zur Höhenburg und von dort ging es über mehr als 100 Stufen (entspricht ca. 7 Stockwerke) nach oben, bis man erst den Fuß der Höhenburg erreichte. Die Stufen waren krumm und hatten teilweise eine ungleichmäßige Höhe und es ist für Gehbehinderte nicht geeignet. Da auf der Treppe nur zwei Personen nebeneinander Platz haben (eine hoch, die andere runter) ist gute Kondition gefragt, wenn man den Verkehr nicht aufhalten will.
Durch das "Zugbrückentor" erreicht man das Burggelände. Durch einen dunklen Gang kommt man auf eine kleine Plattform und steht vor dem "Fuchstor". Von hier hat man eine tolle Aussicht über die Stadt Braubach und den Rhein. Wir hatten Glück und das Wetter war trocken und sonnig.
Von hier beginnt unsere geführte Tour. Der Führer schloss das Fuchstor auf und hinter unserer Gruppe schloss er auch direkt wieder ab. Er machte dabei deutlich, dass die Gruppe zusammenbleiben soll, weil durch das Auf- und Abschließen der Türen und Tore schnell Leute verloren gehen würden. Da es viele enge und dunkle Nischen gab, musste man auch aufpassen, dass man nicht übersehen und damit vergessen wurde.
Dann ging es auf sehr unebenem und steinigem Boden steil nach oben und wir kamen zum Schartentor. Hier hat man die Feinde früher abgewehrt, in dem man Pfeile auf sie schoss oder Sachen auf sie schmiss. Oft kamen die Feinde schon nicht so weit.
Dann ging es die sogenannte Reitertreppe hoch. Die Stufen sind in den Felsen gehauen und es war steil, glatt und so uneben und ich ging ziemlich unsicher nach oben und schaute immer auf den Boden, weil ich Angst hatte, zu stolpern. Der Name der Treppe kommt daher, dass früher die Reiter mitsamt Pferd hier hochgeritten sind.
An den Wänden sah man die alten Wappen der früheren Herrscher der Burg. Weiter berghoch kam man in einen Innenhof. Dort steht die 1711 gebaute "kleine Batterie". Hier steht auch eine der ältesten Kanonen Deutschlands. Weiter hinten steht die "große Batterie" (erbaut 1589 und ein Teil 1711). Die Kanonen, die hier stehen, haben eine Schussweite von 1000 m und konnten bis zum Rhein schießen. Kein Wunder, dass die Angreifer kaum eine Chance hatten.
Von hier ging es in den Kräutergarten. Hier hat man wieder einen tollen Blick auf einen Teil von Braubach und dem Rhein. Rund um die Burg herum war ein kleiner Garten mit ca. 160 verschiedenen Sorten Pflanzen, die schon im Mittelalter bekannt waren, angelegt. Den Garten gibt es seit 1669. Nach einer halben Umrundung der Burg ging es über eine Treppe in die Burg hinein und von dort gleich in den Weinkeller. Hier ist es sehr dunkel und ich konnte nur Dank meine Kamera wirklich etwas erkennen. Hier stehen alte Weinfässer und alles, was man für die Weinherstellung braucht. Am Ende des Kellers ging es wieder eine Treppe hinauf und es wurde wieder heller.
Wir standen nun in der alten Burgküche. Ein riesiger Kamin in dem man ein ganzes Schwein braten konnte, fiel sofort ins Auge. Er war riesig. Es standen ein alter "Kühlschrank“, viel Kochgeschirr und Tische und Stühle und man hatte einen guten Eindruck davon, wie im Mittelalter gekocht wurde.
Weiter ging es in die "Kemenaten", also in beheizbaren kleinen Wohnräumen. Hier lebte der Burgherr mit seiner Familie. Hier sah man ein kleines Bett (die Menschen damals schliefen im Sitzen), eine Truhe für Wertsachen, Fensternischen mit Banken usw. Die Wände und Decken sind hier nicht aus Stein, sondern aus Holz bzw. mit einer Holzvertäfelung versehen und wirken gemütlich.
Am besten gefallen hat mit der Rittersaal. Es ist ein heller Raum und im Zentrum steht ein dicker dunkler Eichtisch mit Stühlen. Es gibt einen großen Kamin und in einem kleinen Raum eine Toilette. Hier nahmen die Herrschaften das Essen ein und hier fanden die Feste statt. Der Ausblick aus den Fenstern ist grandios und der Raum würde mir auch heute so gefallen.
Weiter ging es durch Doppeltüren in die Burgkapelle im Kapellenturm. Die Decke besteht aus einem bemalten zehnteiligen Gewölbe. Etwas klein, aber eine tolle Atmosphäre. Bis auf eine Madonnafigur war der Raum leer.
Von hier kamen wir an einem sehr engen, dunklen und langen Wehrgang. Der Gang war kaum breiter als ein Mensch und die Fenster waren klein (waren ursprünglich nur Schießscharten). Dieser Gang ist nichts für Leute, die Enge nicht mögen oder gar unter Platzangst leiden. Einige in unserer Gruppe wollten nicht durch den Gang, aber zurück ging es auch nicht mehr. Der Reiseführer war schon durch, die Tür hinter uns abgeschlossen. Ich mag zwar auch keine Enge, aber ich habe keine Platzangst. Es war aber für mich unangenehm mit Menschen durch diesen Gang zu gehen, die sich plötzlich weigerten, weiterzugehen. Vorbeigehen konnte man nicht, denn dafür war es zu eng. Da ich, wie immer zu den letzten gehörte, war das ein Kampf, durch diesen Gang zu kommen. Bei mir stieg nur die Aggression, weil es teilweise nicht vorwärts ging. Die Luft hier war auch sehr schlecht. Nach gefühlten Stunden wurden wir durch die Rüstkammer belohnt.
In der Rüstkammer stehen zwölf Figuren mit verschiedenen Rüstungen, die zeigen, wie sich die Panzerung von der Antike bis zum Ende des Mittelalters entwickelt hat. In dem Raum gibt es einen Dielenboden, der knarrte und etwas nachgab und wir quetschten uns mit 20 Personen in den Raum und ich hatte das Gefühl, dass der Boden dafür nicht ausgelegt war.
Ich wäre gerne noch auf den 40 m hohen Bergfried gestiegen, aber wir waren spät dran. Die Aktion mit dem dunklen Wehrgang hat zu viel Zeit gekostet. Daher besuchten wir den Pferdestall, in dem heute aber Folterinstrumente stehen. Etwas unheimlich, aber auch interessant und an den Ausstellungsstücken konnte man sehen, wie kreativ die Menschen im Mittelalter waren, um Menschen zu bestrafen.
Zum Schluss besuchten wir noch die alte Burgschmiede. Der Raum ist teilweise in den Fels gehauen und die Schmiede kann man heute noch nutzen. Alles wurde so hergerichtet, so dass man einen guten Eindruck vom Leben und Arbeiten im Mittelalter hat.
Dann ging es wieder zum Fuchstor und die Tour war beendet.
Ich war von der Burg begeistert. Ich liebe alte Burgen und diese war wirklich original und nicht irgendein Nachbau wie die meisten anderen Burgen. Eben weil sie original ist, sind die Böden schlecht, die Gänge eng und für Leute, die schlecht zu Fuß sind oder unter Platzangst leiden, nicht geeignet
Marksburg9
Valutazioni
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Accessibilità
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Da vedere/da fare
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Architettura
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Stato
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Significato storico